Focaccia

Focaccia Zutaten

Hauptteig

Zutatg
Weizenmehl 550734
Wasser587
Altbrotbrösel ℹ️
×Optional
37
ℹ️
×Optional
2,2
Salz16,9
Olivenöl26
Gesamt1.403

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Focaccia: So, wie es sein sollte

Meine Reise zu diesem Rezept begann mit einer tiefen Unzufriedenheit. Die Focaccia, die man hierzulande oft kaufen kann, hatten nie das, was ich suchte: Sie waren zu dicht, zu trocken, zu weit entfernt von dem Bild, das ich im Kopf hatte. Mein Ziel war es, dieses eine Focaccia zu schaffen, das dich mit einer unglaublich luftigen, offenen Porung einfach umhaut und dich noch wochenlang davon schwärmen lässt.

Dieses Rezept ist die Essenz von allem, woran ich glaube: Zeit entwickelt Teige und das Prinzip „weniger ist mehr“. Keine unnötigen Zutaten, keine Abkürzungen. Wir geben einem reinen, sehr feuchten Teig die Zeit, die er braucht, um seinen vollen Charakter zu entwickeln. Das Ergebnis ist eine hauchdünne, knusprige Kruste und eine fast schon glasige, saftige Krume.

Für mich ist dieses Focaccia der ultimative Alleskönner. Es steht für sich selbst, passt aber auch zu jedem Gericht, das nach einer ehrlichen, herausragenden Beilage verlangt. Es ist vielseitig, pur und genau so, wie ein Focaccia für mich sein sollte.

Focaccia

Prozentansicht und Anpassungen sind nach dem Login verfügbar.

Vorteig

Zutatg
Weizenmehl 550440
Hefewasser440
2,2
Gesamt883

Altbrotbrühstück

Zutatg
Altbrot37
Wasser73
Gesamt110

Hauptteig

Zutatg
Vorteig883
Altbrotbrühstück110
Weizenmehl 550294
Wasser73
Salz16,9
Olivenöl25,7
Gesamt1.402

Der Rechner für die perfekte Wassertemperatur

Mein interaktiver Rechner liest dieses Rezept automatisch aus und hilft dir, von Anfang an bei der perfekte Teigtemperatur.

Die Besonderheit: Die Temperatur des Vorteigs

Dieses Rezept verwendet einen großen Vorteig (60%), dessen Temperatur der entscheidende Faktor für die Berechnung ist.

Für ein exaktes Ergebnis gehst du einfach wie folgt vor:

  1. Gib deine Raum- und Mehltemperatur in den Rechner ein.
  2. Miss die tatsächliche Temperatur deines Vorteigs, nachdem er sich akklimatisiert hat.
  3. Trage diesen gemessenen Wert in das Feld für den „Vorteig“ ein.

So erhältst du die exakte Wassertemperatur, die du für eine kontrollierte Fermentation und die perfekte Focaccia-Struktur brauchst.

Hauptteig & der Teigaufbau

Nach der Autolyse ist der Teig bereit für die finalen Zutaten. Jetzt kommen Salz und Olivenöl hinzu, die dem Teig seine endgültige Struktur und den unverkennbaren Geschmack verleihen. Ein wichtiger Hinweis zur Wassermenge: Wenn du mit einem backstarken Mehl arbeitest und schon etwas Erfahrung mit sehr feuchten Teigen hast, kannst du nun das restliche Wasser zugeben. Wenn du unsicher bist, lass lieber einen kleinen Teil weg – Sicherheit geht vor.
  1. Finales Mischen: Gib Salz und Olivenöl zum Teig und knete alles auf niedriger Stufe nur so lange, bis die Zutaten gerade so vom Teig aufgenommen wurden. Ein vollständiges Auskneten ist nicht nötig.
  2. Stockgare & Dehnen und Falten: Jetzt beginnt die entscheidende Ruhephase (Stockgare) bei Raumtemperatur. In dieser Zeit bauen wir das starke Klebergerüst auf, das für die luftige Krume sorgt. Dehne und falte den Teig dafür alle 30 Minuten (insgesamt ca. 2-3 Mal), bis er eine gute Spannung und Stabilität aufgebaut hat.
Nach dem letzten Faltvorgang lässt du den Teig für die restliche Zeit der Stockgare ungestört ruhen, bevor wir ihn im nächsten Schritt vorformen.

Die finale Form & die letzte Gare

Nachdem der Teig seine erste Ruhephase abgeschlossen hat, entscheidest du über seine finale Form. Die im Rezept angegebene Menge ist perfekt für:
  • Ein dickes Focaccia: Ideal als saftige Beilage, pur mit Olivenöl oder zum Dippen.
  • Zwei dünnere Focaccia: Perfekt, wenn du sie später reichhaltig belegen möchtest, zum Beispiel mit Gemüse oder Käse.

Die finale Gare

Sobald der Teig in seiner Form ist, beginnt die letzte entscheidende Gare bei Raumtemperatur. Plane hierfür etwa 3,5 Stunden ein. Der Teig ist bereit für den Ofen, wenn er schön luftig ist und die Oberfläche erste kleine Bläschen zeigt – ein sicheres Zeichen für einen aktiven, lebensfrohen Teig.

Das Backen: Heiß, kurz & intensiv

Jetzt kommt der finale, schnelle Akt! Ähnlich wie eine Pizza liebt Focaccia intensive Hitze. Das sorgt für einen explosiven Ofentrieb und die perfekte Balance aus knuspriger Hülle und saftiger Krume.
  1. Ofen & Backblech vorheizen: Heize deinen Backofen auf die maximale Temperatur vor, die er schafft (ideal sind 270°C Ober-/Unterhitze oder mehr). Wichtig: Heize das Backblech, auf dem du backen wirst, direkt mit vor! Ein Pizzaofen ist natürlich der absolute Jackpot.
  2. Das Finale Topping: Kurz bevor es in den Ofen geht, drücke noch einmal sanft mit den öligen Fingern die typischen Mulden in den Teig. Beträufle alles großzügig mit einem letzten Schuss Olivenöl und bestreue es mit grobem Meersalz und Rosmarin.
  3. Backen & Beobachten: Schiebe das Focaccia auf das heiße Blech und backe es. Die Backzeit kann stark variieren (je nach Ofen und Dicke), liegt aber oft nur bei 10-15 Minuten. Bleib unbedingt in der Nähe und beobachte es.

Das perfekte Ergebnis

Dein Focaccia ist perfekt, wenn es eine satte, goldbraune Farbe hat, mit ein paar dunkleren Blasen, die für fantastische Röstaromen sorgen. Je kräftiger du bäckst, desto mehr Geschmack bekommst du, aber achte darauf, es nicht zu verbrennen – zu dunkle Stellen schmecken schnell bitter, lass es auf einem Gitterrost kurz abkühlen, bevor du es noch warm genießt.

2 Kommentare

  1. Hallo Nico, habe nun das Focaccia, nach deiner Rezeptur, welche du mir über Susi hast zukommen lassen, ausprobiert. Ist mir anscheinend ganz gut gelungen, meine Familie hat mich gelobt. ;))
    Allerdings war ich doch ziemlich gesteresst über die ganzen Schritte und Zeiten, aber das wird schon werden.
    Jetzt möchte ich dies mit einem anderen Mehl ausprobieren, da ich totzdem das Weizenmehl meiden möchte. Wenn ich Dinkelmehl nehme, welches würdenst du empfehlen und was muss da evtl anderst beachten?
    Ändert sich da dann die Menge der Hefe?
    Liebe Grüße aus Burgebrach, auch an Susi,
    Martina

    1. Hallo Martina, wie schön, dass es so gut geklappt hat, das lob der Familie spricht für Dich! Für eine Dinkel-Variante empfehle ich dir Dinkelmehl 630 und die Wassermenge im Hauptteig auf 65% zu reduzieren – alles andere bleibt gleich, auch die Hefe, sie ist das Trieb mittel. Knete den Teig etwas sanfter, dann wird das Ergebnis fantastisch. Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße, Nico

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