
Einleitung
Sauerteig-Pizza: Maximale Power für spontane Abende
Der Traum von der perfekten Sauerteig-Pizza scheitert oft an einem Detail: der Zeit. Wer will schon fünf Stunden warten, bis der kalte Teig aus dem Kühlschrank endlich bereit für den Ofen ist? Dieses Rezept ist meine Antwort auf genau dieses Problem.
Das Geheimnis liegt in einem außergewöhnlich hohen Anteil an vor-fermentiertem Mehl: Ganze 40% des Mehls reifen bereits im Sauerteig. Dieser hohe Anteil verwandelt den Vorteig in einen schlafenden Riesen. Er hat nach der kalten Gare noch so viel Kraft und Aktivität, dass er den Teig in nur 2-3 Stunden zur Perfektion treibt – nicht in fünf.
Das Ergebnis ist keine Kompromisslösung, sondern das Beste aus beiden Welten: ein tiefes, komplexes Aroma durch die lange, kalte Fermentation und ein unglaublich luftiger, offenporiger Rand durch die explosive Triebkraft des hohen Sauerteig-Anteils.
Es ist die perfekte Methode für einen spontaneren, aber dennoch kompromisslos guten Pizza-Abend. Weniger Warten, mehr Genuss.
Timeline
Wann möchtest du starten?
Passe hier den Ablauf an deinen Tag an. Du kannst Startzeit und Wochentag verschieben und so sehen, wie sich Ruhezeiten, Falten und Backbeginn in deinen eigenen Rhythmus einfügen.
Zutaten gesamt
Gesamte Zutaten in Gramm
- Starter0 g
- Weizenmehl 550547 g
- Wasser356 g
- Salz16,4 g
- Olivenöl21,9 g
Rezeptrechner
Sauerteig Pizza
Prozentansicht und Anpassungen sind nach dem Login verfügbar.
Sauerteig
| Zutat | g |
|---|---|
| Starter | 0 |
| Weizenmehl 550 | 219 |
| Wasser | 109 |
| Gesamt | 328 |
Hauptteig
| Zutat | g |
|---|---|
| Sauerteig | 328 |
| Weizenmehl 550 | 328 |
| Wasser | 246 |
| Salz | 16,4 |
| Olivenöl | 21,9 |
| Gesamt | 941 |
Im Rezeptrechner kannst du Stückzahl, Einwaage und bearbeitbare Werte anpassen. So lässt sich die Rezeptur auf deine Menge, deinen Teigplan und deine Backform abstimmen.
Nutze den Rechner rechts als Startwert und passe bei Bedarf nach Jahreszeit, Mehltemperatur und Teiggefühl an.
Schüttwassertemperatur
Arbeitsschritte

Vorbereitung & Teigherstellung
Wie bei allen großen Dingen im Leben beginnt auch diese Pizza mit einer guten Vorbereitung. Wir geben unserem Teig Zeit, um sein volles, komplexes Aroma zu entwickeln.
- Sauerteig auffrischen: Beginne damit, deinen Weizensauerteig zu füttern. Er sollte aktiv und reif sein, wenn du ihn zum Hauptteig gibst, um die maximale Triebkraft zu gewährleisten.
- Teig kneten: Gib alle Zutaten in die Schüssel und knete den Teig, bis er vollständig ausgeknetet ist und die Fensterprobe besteht. Achte auf eine Ziel-Teigtemperatur von 24-26°C.
- Kurze Teigruhe: Gib dem fertigen Teig eine kurze, abgedeckte Ruhepause von 30 Minuten bei Raumtemperatur.

Portionieren & die kalte Reife
Jetzt beginnt die Phase, in der die Zeit für uns arbeitet und die wahren Aromen entstehen.
- Portionieren: Wiege den Teig in Stücke von je 290g ab. Forme sie zu straffen Kugeln.
- Reifen lassen: Lege die Teigkugeln in eine leicht geölte Teigkiste oder einen anderen verschließbaren Behälter. Stelle sie nun für 10 bis 48 Stunden in den Kühlschrank. Je länger sie reifen, desto komplexer wird der Geschmack.

Der Backtag: Vom kalten Teig zur perfekten Pizza
Heute ist der Tag! Dank des hohen Sauerteig-Anteils sind deine Teiglinge viel schneller bereit als bei anderen Rezepten.
- Akklimatisieren: Nimm die Teigkugeln ca. 4 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank und lass sie an einem warmen Ort auf Temperatur kommen. Die teiglinge sind bereit wenn sie leicht an Volumen bekommen haben.
- Ofen vorheizen: Heize deinen Backofen (mit Backstein oder Backstahl, falls vorhanden) auf der maximal möglichen Ober-/Unterhitze vor. Gib ihm mindestens 45 Minuten Zeit, um vollständig durchzuheizen.
- Formen & Belegen: Forme einen Teigling behutsam von innen nach außen zu einer Pizza und lass dabei einen dicken Rand stehen. Belege sie klassisch mit Tomatensauce, Parmesan, Mozzarella und frischem Basilikum.
- Backen für den Geschmack: Backe die Pizza für ca. 12-15 Minuten. Hab keine Angst vor Farbe! Die kleinen, leicht schwarzen Blasen am Rand (Leoparding) sind kein Verbrennen, sondern ein Zeichen für eine perfekte Fermentation und maximalen Geschmack.