Ruchbrot

Ruchbrot Zutaten

Hauptteig

Zutatg
Altbrot ℹ️
×Hierfür wird getrocknetes Brot vom letzten Backen verwendet. Wichtig ist, dass das Brot sehr fein gerieben wird, damit später keine Stücke im Teig sichtbar sind.
31
Ruchmehl ℹ️
×Ruchmehl ist die Schweizer Bezeichnung für ein Weizenmehl, das in Deutschland am ehesten dem Type 1050 entspricht.
466
Weizenmehl 550155
Wasser528
2
Salz17
Gesamt

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Ruchbrot – Meine Schweizer Brotliebe

Manche Brote entdeckt man und ist sofort verliebt. Meine Geschichte mit diesem Schweizer Klassiker begann allerdings in Deutschland, während der sechs Monate, die ich in einer Bäckerei arbeiten durfte, die mich sehr geprägt hat.

Dort habe ich jeden Tag eine entscheidende Lektion gelernt: Es braucht oft erstaunlich wenig, um ein herausragendes Brot zu backen. Ich war einfach nur verblüfft, wie unglaublich viel Geschmack man aus wenigen, guten Zutaten und ehrlichem Handwerk herausholen kann.

Diese Zeit hat meine Leidenschaft für ehrliche Brote mit Charakter erst so richtig entfacht. Es ging nicht mehr nur um komplizierte Techniken, sondern um das Gefühl für den Teig.

Dass ich jetzt in der Schweiz lebe – der Heimat des Ruchbrots – fühlt sich wie eine glückliche Fügung an. Es ist für mich zu einem täglichen Begleiter geworden, der mich immer wieder an diese wichtige Zeit erinnert. Ich freue mich riesig, dieses Rezept, das für mich so viel bedeutet, mit dir zu teilen.

Ruchbrot

Poolish

Zutat%g
Ruchmehl1000
Wasser1000
0,30
Gesamt

Altbrotbrühstück

Zutat%g
Altbrot ℹ️
×Hierfür wird getrocknetes Brot vom letzten Backen verwendet. Wichtig ist, dass das Brot sehr fein gerieben wird, damit später keine Stücke im Teig sichtbar sind.
1000
Wasser2000
Gesamt

Hauptteig

Zutat%g
Poolish0
Altbrotbrühstück0
Ruchmehl ℹ️
×Ruchmehl ist die Schweizer Bezeichnung für ein Weizenmehl, das in Deutschland am ehesten dem Type 1050 entspricht.
750
Weizenmehl 550250
Wasser0
0,30
Salz0
Gesamt

Der Rechner für die perfekte Wassertemperatur

Dieses Tool liest das Rezept automatisch aus und hilft dir, die perfekte Teigtemperatur für eine optimale Fermentation und ein großartiges Backergebnis zu erreichen.

Der entscheidende Faktor: Die Temperatur deines Poolishs

Bei diesem Rezept ist die Temperatur deines Poolishs der wichtigste Wert, den du selbst beisteuern musst, da er oft direkt aus dem Kühlschrank kommt.

Für ein exaktes Ergebnis gehst du einfach wie folgt vor:

  1. Gib deine Raum- und Mehltemperatur in den Rechner ein.
  2. Miss die tatsächliche Temperatur deines Poolishs vor der Verarbeitung.
  3. Trage diesen gemessenen Wert in das Feld für den „Poolish“ ein.

So erhältst du die exakte Wassertemperatur für einen perfekt temperierten Teig und eine vorhersagbare, erfolgreiche Gare.

2. Hauptteig mischen & erste Gärung

Nachdem der Autolyseteig geruht hat, ist es Zeit, die restlichen Zutaten hinzuzufügen. Gib nun den Vorteig (Poolish), das Salz und ggf. die Hefe zum Teig. Mische alles sanft mit der Hand oder einem Handrührgerät (Knethaken) auf niedriger Stufe, bis sich die neuen Zutaten gerade so mit dem Teig verbunden haben. Auch hier gilt: nicht übermäßig kneten! Die eigentliche Teigstruktur entwickeln wir jetzt durch Dehnen und Falten (Stretch & Fold). Jetzt beginnt die erste wichtige Ruhephase, die sogenannte Stockgare. Während dieser Zeit bauen wir Spannung im Teig auf:
  • Nach 30 Minuten: Das erste Mal Dehnen und Falten.
  • Nach 60 Minuten: Das zweite Mal Dehnen und Falten.
  • Nach 90 Minuten: Das letzte Mal Dehnen und Falten (optional, falls der Teig noch wenig Spannung hat).
Nach dem letzten Faltvorgang deckst du die Schüssel gut ab und stellst den Teig für die lange, kalte Gare über Nacht in den Kühlschrank. Dort entwickelt er sein volles Aroma.

4. Formen & Spannung aufbauen

Jetzt kommt der entscheidende handwerkliche Schritt. Eine gute Teigspannung ist der Schlüssel für einen tollen „Ofentrieb“ – das explosive Aufgehen des Brotes im Ofen.
  1. Teig teilen: Teile den Teig in die gewünschte Anzahl an Broten.
  2. Bemehlen: Tauche die Oberseite jedes Teiglings in Mehl (ich empfehle Roggenmehl) und lege sie mit der bemehlten Seite nach unten auf die Arbeitsfläche.
  3. Falten: Falte nacheinander alle vier Seiten des Teiglings straff zur Mitte. Wiederhole diesen Vorgang ein zweites Mal, um mehr Spannung zu erzeugen.
  4. Ins Gärkörbchen: Lege den geformten Teigling vorsichtig mit dem Schluss nach unten in dein bemehltes Gärkörbchen.
Decke das Körbchen ab und lasse das Brot für die letzte Gare bei Raumtemperatur stehen.

6. Das Backen

Für eine perfekte, rustikale Kruste sind hohe Anfangshitze und Dampf entscheidend.
  1. Vorheizen: Heize den Backofen mit Backstein oder Backblech auf die maximale Temperatur (Ober-/Unterhitze) vor (mind. 45 Min.). Stelle eine leere, hitzebeständige Schüssel auf den Ofenboden.
  2. Dampf erzeugen: Stürze die Teiglinge aus dem Gärkörbchen auf den heißen Backstein/Backblech. Schütte schnell heißes Wasser in die Schüssel am Ofenboden. Achtung, der Dampf ist extrem heiß!
  3. Backen: Schließe sofort die Tür. Reduziere die Temperatur auf 240°C und backe das Brot für ca. 35 Minuten (gilt für 600g-Brote).
  4. Kruste fertigstellen: Klemme nach 30 Minuten einen Kochlöffel in die Ofentür. So kann die restliche Feuchtigkeit entweichen und die Kruste wird besonders knusprig.
Das Brot ist fertig, wenn es eine tiefgoldene Farbe hat und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.

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